Bei Ausschreitungen in einem ägyptischen Stadion starben mehr als 70 Menschen. Wie sicher sind Wiens Stadien? - © EPA
Nach dem “Massaker” in einem ägyptischen Stadion ist die Fußballwelt geschockt. Auch FIFA-Präsident Sepp Blatter zeigte sich entsetzt: “Ich bin schockiert. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl. Zu den Gründen der Katastrophe kann ich mich nicht äußern, eines aber steht fest: Es ist ein schwarzer Tag für den Fußball. Ein solches Drama ist jenseits des Vorstellbaren und darf nicht geschehen.”
Die Ausschreitungen begannen, nachdem das Spiel zwischen den ägyptischen Teams Al-Masri und Al-Ahli beim Stande von 3:1 abgepfiffen worden war. Zuschauer stürmten auf den Platz jagten Spieler des Kairoer Klubs Al-Ahli. Mehr als 70 Menschen wurden totgetrampelt oder erdrückt. Um die 1000 Menschen wurden verletzt, unter anderem auch mit Messern.
Nach dem “Skandal-Derby” am 22. Mai in Wien-Hütteldorf, rückte die Frage nach der nötigen Sicherheit in den heimischen Stadien wieder in den Vordergrund. Mehrere hundert Rapid-Fans stürmten aufgebracht den Platz, 300 Polizisten stellten sich ihnen in den Weg um Schlimmeres zu verhindern. Das Spiel zwischen Rapid und der Wiener Austria musste nach rund 26 Minuten abgebrochen werden.
In Wien seien Szenen, wie solche, die sich in Ägypten abgespielt haben, dennoch nicht denkbar. “Man kann Ausschreitungen zwar niemals ausschließen, aber bisher konnten so schlimme Szenen in österreichischen Stadien vermieden werden”, erklärte Polizeisprecherin Regina Styrer auf Anfrage von Vienna.at. Nach dem Skandal-Derby hätte man die Polizeipräsenz zwar verstärkt, man wolle den Fans jedoch “nicht zu viel Druck machen” um Provokationen mit “Problem-Fans” zu entgehen. “In Österreich müssen wir regelmäßige Trainingseinheiten in einem großen Sicherheitsdienst absolvieren. Die Polizisten werden auf solche Ausnahmesituationen gut eingestellt und geschult. Dennoch kann man nie wissen was passiert”, erklärte Steyrer weiter.
Wichtig sei außerdem eine gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Verantwortlichen der Vereine. Das Ausschlaggebende sei auch eine gute Zusammenarbeit mit Fan-Betreuern und “Problem-Fans” um solche Ausschreitungen, wie sie am Mittwoch in Ägypten mehr als 70 Menschen das Leben kostete, in heimischen Stadien zu verhindern.
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U3, 10, 74A, 52