Masterstudium an der WU zu 150% überbelegt

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WU-Rektor BADELT gegen Überbelegungen im Masterstudium WU-Rektor BADELT gegen Überbelegungen im Masterstudium - © APA
Eigentlich habe die WU für Master-Studium-Anfänger nur eine Kapazität von 700, doch bereits im Wintersemester 2011/12  schlugen die  Studierendenzahlen der Angemeldeten mit knapp 1.050 Studenten für diesen Zweig zu Buche. WU-Rektor Christoph Badelt versucht nun eine neuerliche Verschlechterung der Studienbedingungen zu verhindern.

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Erst im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien auf dem Rechtsweg vom Bund mehr Geld für überbelegte Bachelor-Kurse erstreiten müssen. Am Montag spricht Rektor Badelt von neuerlichen “dramatischen Unterkapazitäten” auch bei den Masterstudien: “Die Kapazitätsgrenze von 700 Master-Plätzen ist in der Leistungsvereinbarung für die Jahre 2010 bis 2012 festgeschrieben”. Bei nun gemeldeten 1.050 Studenten bedeuted das 150 prozentige Überbelegung der Kurse. Badelt ist aber ein streitbarer Realist. Für ihn ist klar, dass der Gang zur Schlichtungskommision, bei der er um neuerliche Budgetanhebung  für das Masterstudium hätte plädieren können, nur “vergebene Liebesmühe” ist. Immerhin kenne er bereits die Rechtsmeinung der Kommission, wonach das Wissenschaftsministerium nur Geld verteilen kann, das es auch hat.

Mehr Budget oder Zugangsregelungen für Masterstudium

Badelts Lösungsszenarien: “entweder eine bedeutende Ausweitung der Kapazitäten und des Budgets oder flächendeckende Zugangsregelungen für die Masterprogramme an der WU”. Er wies außerdem darauf hin, dass die große Zahl an Bachelorstudenten mittelfristig zu noch größeren Unterkapazitäten bei den Masterstudien führen werde. Insgesamt belegen derzeit bereits 1.823 Personen ein Masterstudium an der WU.

Die im von der Regierung angekündigten Hochschulplan vorgesehene Studienplatzfinanzierung würde das Problem aus Badelts Sicht lösen, weil dabei für jedes Studium die Zahl der Plätze festgelegt und ausfinanziert wird. “Das lässt sich aber ohne Zugangsregeln nicht durchführen. Und insofern bin ich schon neugierig, ob das Papier in der jetzigen Form den Ministerrat passieren wird.”

Für jetztige WU-Studenten nichts zu machen

Erst bis 30. April müssen die Unis die Entwürfe für die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2013 bis 2015 vorlegen, bis August kann das Ministerium dazu Stellung nehmen. Die eigentlichen Verhandlungen finden dann erst im Herbst statt. “Es ist mir wichtig darauf hinzuweisen, dass das Problem im Herbst wahrscheinlich größer kommen wird und dann werden wir mit voller Ladung auf dieses Thema draufsteigen. Wir demonstrieren das jetzt schon einmal.” Für die jetzig beginnenden Studenten des Masterstudium, die sich auf Sitzplatzsuche und stickige (weil überfüllte) Lehrsäle einstellen dürfen,  leider kein Trost.



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