Die Wiener ÖVP und FPÖ lieferten Konzepte für die Kurzparkzonen in den Bezirken. - © APA
Die Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ stellten am Mittwoch zwei Konzepte zu Kurzparkzonen und Parkpickerl vor: Die ÖVP schlug in Wien Tarifzonen vor, die FPÖ verlangte unterdessen eine Volksbegfragung zu einem kostenlosen Parkpickerl in ganz Wien. (3 Kommentare)
Für beide Vorschläge gab es Absagen der beiden Regierungsparteien: Die Kurzparkzonen-Konzepte von ÖVP und FPÖ seien unüberlegt, meinten SPÖ und die Grünen.
“Die ÖVP war immer für eine einheitliche Lösung bei der Parkraumbewirtschaftung in Wien. Hinter dem Schwenk hin zum Drei-Zonen-Modell kann also nur parteipolitisches Kalkül stecken”, mutmaßte SPÖ-Verkehrssprecher Karlheinz Hora in einer Aussendung. Bei den Freiheitlichen ortete er “gravierende Informationsdefizite”: “Die FPÖ ist schlecht informiert, denn, dass Fragen der Parkraumbewirtschaftung laut Stadtverfassung nicht abgestimmt werden können, müsste sie wissen.”
Kritik gab es auch vom grünen Verkehrssprecher Rüdiger Maresch: ” Eine Staffelung in unterschiedliche Zonen mache nur Sinn, wenn damit Lenkungseffekte erzielt würden: “Dass jemand, der im ersten Bezirk wohnt, mehr bezahlen soll für das Parkpickerl als jemand im neunten Bezirk, macht hier keinen Sinn.”
Auch mit dem Kurzparkzonen-Konzept der FPÖ kann er wenig anfangen: “In der Forderung nach einer Volksbefragung lässt sich ausschließlich eine Verzögerungstaktik entdecken, die der massiven Überparkung in Wien nicht gerecht wird. Wir brauchen Nägel mit Köpfen und das rasch, denn die Situation ist in vielen Bezirken außerhalb des Gürtels unerträglich”, mahnte er.
Weltweit gebe nur zwei Möglichkeiten, wie Städte mit der Situation umgehen könnten: Dabei handle es sich um die City-Maut, die abgelehnt worden sei, und um die Parkraumbewirtschaftung.
Auf diesen Linien der Wiener Verkehrsbetriebe sollten Sie heute auf keinen Fall Ihren Fahrschein 'vergessen':
U1, 5A, 25A, 29A, 11B