Bauarbeiten in Wien: Gürtel wird im Sommer abschnittsweise zweispurig

Der Gürtel wird für Autofahrer in Wien wieder einmal zum Nadelöhr.
Der Gürtel wird für Autofahrer in Wien wieder einmal zum Nadelöhr. - © APA/Herbert Neubauer
Am Inneren Gürtel in Wien werden auf einer Strecke von einem Kilometer erst Wasserrohre gewechselt und dann 190 Betonfelder ausgetauscht. Alle Details zur Baustelle und was auf die Autofahrer bei diesem Bau-Hotspot über den Sommer zukommt.

Der Innere Gürtel in Wien wird ab Freitag für einige Monate zum Nadelöhr. Grund sind Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Seidengasse (Neubau) und Pfeilgasse (Josefstadt). Zunächst bleiben noch drei von vier Spuren befahrbar, in den Sommerferien müssen Autofahrer dann mit nur zwei Spuren auskommen, kündigte Baustellenkoordinator Peter Lenz am Mittwoch in einer Pressekonferenz an.

Vor der Erneuerung der Fahrbahn wird erst einmal unterirdisch gewerkt. Wasserrohre müssen getauscht werden. Damit ist die zuständige MA 31 bis Ende Juni beschäftigt. Bis dahin muss untertags nur eine Spur gesperrt werden. Erst danach schreiten die Straßenarbeiter zur Tat. “Auf einer Länge von einem Kilometer werden 190 Betonfelder ausgetauscht”, erklärte MA 28-Leiter Bernhard Engleder.

Dann wird es auch für den Verkehr enger. Voraussichtlich ab 3. Juli und bis 3. September stehen nur noch zwei Fahrstreifen zur Verfügung. In der Nacht – also nach 22.00 Uhr – und an Wochenenden kann es sogar zu einer Einengung auf nur eine Spur kommen. Die Arbeiten sollen schließlich mit Ende September vollständig abgeschlossen sein.

Bauarbeiten am Gürtel: Verkehr soll möglichst flüssig bleiben

Dass am Gürtel bereits vor Sommerbeginn gewerkt wird, sei durchaus ungewöhnlich, räumte Lenz ein. In diesem Fall sei die Vorgangsweise aber insofern begründet, als es sich erstens um eine sehr große Baustelle handle und zweitens die viel befahrene Hauptverkehrsader im betreffenden Abschnitt durchgehend vierspurig sei. “Wir wollen dafür Sorge tragen, dass der Verkehr möglichst flüssig bleibt”, versprach der Koordinator. Wobei es wohl zu Staus kommen werde, da die umliegenden Straßen nicht das gesamte Verkehrsaufkommen aufnehmen könnten und es keine adäquate Umleitungsmöglichkeit gebe.

Das Vorhaben inklusive Wasserrohrtausch schlägt mit 3,9 Millionen Euro zu Buche. Engleder wollte heute übrigens jenem Ärger vorbeugen, der der Stadt zuweilen entgegenbrandet, wenn Autofahrer gesperrte Baufelder erblicken, auf denen nicht gearbeitet wird. “Das liegt daran, dass der Beton drei Tage lang benötigt, um auszutrocknen”, so die Erklärung der MA 28. Um das dem Bürger näherzubringen, werden dieses Jahr Schilder aufgestellt. Zu sehen darauf ist ein Elefant, der mit den Füßen im Beton steckt. “Noch nicht hart!”, ist darüber zu lesen.

Der Innere Gürtel ist einer der heurigen Baustellen-Hotspots in Wien. Das nächste Großvorhaben betrifft die Westausfahrt. Hier wird Ende Juni begonnen, konkrete Informationen zu den Verkehrsmaßnahmen soll es demnächst geben. Kürzlich bereits begonnen wurde mit den Arbeiten am Getreidemarkt. Hier wird am oberen Abschnitt in Fahrtrichtung Naschmarkt eine von drei Fahrspuren zugunsten eines Radwegs weggenommen.

(APA, Red.)

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