Lange Nacht der Kirchen 2017: Rund 170 Gotteshäuser öffnen in Wien ihre Türen

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Lichtinstallation bei der Langen Nacht der Kirchen 2016.
Lichtinstallation bei der Langen Nacht der Kirchen 2016. - © Horst Lennart
Hinauf auf den Kirchturm, hinunter in die Krypta oder einfach hinsetzen und zuhören. 3.000 verschiedene Veranstaltungen machen die Wahl bei der 13. Langen Nacht der Kirchen schwer. In Wien sind es um die 170 Kirchen, die die Lange Nacht der Kirchen mit fast 1.000 Programmpunkten gestalten. Alle Infos dazu lesen Sie hier.

Sobald man in Österreich unterwegs ist, ist es fast unmöglich, nicht an einer oder mehrerer Kirchen vorbei zu kommen. Am Freitag, den 9. Juni 2017 bietet sich wieder die Gelegenheit, zwischen 18.00 Uhr und 01.00 Uhr am nächsten Morgen bei der “Langen Nacht der Kirchen” die Geheimnisse der christlichen Kirchen des Landes zu erkunden oder einfach nur besondere Räume auf sich wirken zu lassen.

Rund 170 Kirchen in Wien bei der Langen Nacht der Kirchen

In Wien sind es um die 170 Kirchen, die die Lange Nacht der Kirchen mit fast 1.000 Programmpunkten gestalten. Seit dreizehn Jahren ist die Veranstaltung ein Teil des Lebens der christlichen Kirchen und somit zu einem nachhaltigen ökumenischen Erfolgsprojekt aller 16 im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen christlichen Glaubensgemeinschaften geworden. Jährlich besuchen in ganz Österreich ungefähr 300.000 Besucher die Veranstaltung.

Chöre, Architektur & Führungen: Vielfältiges Programm

Seit Monaten werden in den einzelnen Pfarren die Programme entwickelt, die Zugänge in den verschiedenen Kirchen sind auch aus diesem Grund ganz unterschiedliche. Manche Kirchen setzen auf Musik – in der Churhauskapelle am Stephansplatz kann man herausfinden wie eine Gambe, Zink oder Dulzian aussieht und klingt. In der Kapuzinerkirche (1010 Wien, Tegetthoffstraße 2) singt der Brunnenchor mit 100 Mitgliedern aus aller Welt diverse Lieder. Wer jetzt selbst auf den Geschmack gekommen ist, fährt in die Wieder Hauptstraße. In St. Thekla kann man beim Gospel auch gleich mitsingen.

Für alle, die es lieber sportlich mögen, können viele der normalerweise verschlossenen Kirchtürme besucht werden. Bitte hier allerdings nicht auf gutes Schuhwerk vergessen. Sehr viele der Kirchen bieten Führungen für Architektur- und Kunstinteressierte an, die die Ausstattung der Kirchen genauer erklären, mit diesen Führungen kommen die Besucher natürlich auch an sonst verschlossene Orte.

Zwischen den Kirchen führen die Austria Guides in den beliebten Grätzl-Rundgängen nach Sankt Othmar in den dritten Bezirk, im ersten Bezirk geht es beim Thema „Hoch hinaus“ auch um die Kirchtürme, rund um die Peterskirche findet man die Spuren der „versteckten Heiligen in der Wiener Innenstadt“.

Miteinander der Religionen wichtiges Thema

Die Lange Nacht der Kirchen nimmt sich in diesem Jahr noch mehr der Interreligiosität an. “Versöhnte Verschiedenheit” nannte der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki als Stichwort für die 13. Auflage der bundesweit stattfindenden Veranstaltung. Passend dazu wird auch das 500. Jubiläum der Reformation bei etlichen Programmpunkten gewürdigt. Aber auch generell ist das Miteinander der Religionen Thema. Die Frage, die sich laut Schutzki dabei stellt: “Wie kann eine Gesellschaft mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen umgehen?”

Alle Infos zum Event im Überblick:

  • Was: Lange Nacht der Kirchen
  • Wann: Freitag, 9. Juni 2017 zwischen 18.00 und 01.00 Uhr
  • Wo: in allen christlichen Kirchen in Österreich

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Nähere Infos und die Programmhefte zur Langen Nacht der Kirchen finden Sie auf der Homepage.

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