Verlängerung der U2: Dauerhafter Stau am Matzleinsdorfer Platz befürchtet

Die geplanten dauerhaften Einschränkungen für den Kfz-Verkehr im Bereich des Matzleinsdorfer Platzes.
Die geplanten dauerhaften Einschränkungen für den Kfz-Verkehr im Bereich des Matzleinsdorfer Platzes. - © ÖAMTC
In der Nacht auf 24. Jänner haben im Bereich des Matzleinsdorfer Platzes die Bauarbeiten für die Verlängerung der U-Bahnlinie U2 begonnen. Bereits am ersten Tag kam es zu kilometerlangen Staus – der ÖAMTC befürchtet nun, dass das zum Dauerzustand werden könnte.

In der Nacht Mittwoch, den 24. Jänner 2018, haben im Bereich des Matzleinsdorfer Platzes die Bauarbeiten für die Verlängerung der U2 begonnen. Die Folge waren bereits am ersten Baustellen-Tag umfangreiche Staus, die bis zu 2,5 Kilometer Länge erreichten. Unter anderem waren davon auch die Bereiche um die Wiedner Hauptstraße und die Reinprechtsdorfer Straße stark betroffen – das könnte laut ÖAMTC nun zum Dauerzustand werden.

ÖAMTC warnt vor dauerhaftem Stau am Matzleinsdorfer Platz

“Grundsätzlich begrüßt der Club den Ausbau des U-Bahn-Netzes als Rückgrat des Verkehrs in Wien”, erklärt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. “Der Matzleinsdorfer Platz ist allerdings auch für den Individualverkehr ein Dreh- und Angelpunkt, wie die Frequenz von rund 26.000 Kfz pro Tag deutlich zeigt.”

Der Club-Jurist kritisiert daher die bereits bei der Planung des U-Bahn-Ausbaus ersichtlichen Informationen, den Bereich um den Matzleinsdorfer Platz nach Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr in der ursprünglichen Form herzustellen: “Die Stadt Wien plant hier dauerhafte Einschränkungen für den Kfz-Verkehr, die offenbar bewusst nicht kommuniziert werden. Die Appelle an die Bevölkerung um Geduld sind daher irreführend.”

“Stadt Wien plant dauerhafte Einschränkungen für den Kfz-Verkehr”

Auch wird die von der Stadt Wien immer wieder argumentierte Verlagerung des Kfz-Verkehrs auf die U-Bahn laut ÖAMTC so nicht stattfinden. “Dafür wäre eine U2-Verlängerung näher an den Stadtrand inklusive P&R-Anlage mit mindestens 5.000 Stellplätzen notwendig gewesen. In der geplanten Form handelt es sich beim Projekt um ein weiteres der Kategorie ‘Stau nach Plan'”, so der ÖAMTC-Jurist.

Der ÖAMTC fordert daher Nachbesserungen bei der Planung, um eine Verbindung der Endstation der U2 mit der A2 bzw. A23 herzustellen. “Die einseitige Verkehrspolitik, die auf das Kfz angewiesene Bürger vor künstlich geschaffene Probleme stellt, lehnt der ÖAMTC ab“, so Authried abschließend.

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