Trickdiebstähle in Wien: Die fünf dreistesten Maschen auf offener Straße

Die Wiener Polizei warnt immer wieder vor den dreisten Maschen der Trickdiebe
Die Wiener Polizei warnt immer wieder vor den dreisten Maschen der Trickdiebe - © APA (Sujet)
Jemand umarmt sie plötzlich auf offener Straße oder kommt aufgeregt gelaufen und meint, Sie hätten eine Katze überfahren? Dann haben Sie es sehr wahrscheinlich mit Trickdieben zu tun. VIENNA.at hat fünf der fiesesten Maschen im Überblick, vor denen die Wiener Polizei warnt.

Achtung, Trickdiebe: Fragen nach Wechselgeld oder anderen Hilfeleistungen können Ablenkungen sein. Beliebt ist auch das Vortäuschen von Tollpatschigkeit wie zum Beispiel das Ausstreuen von Kleingeld oder Beschmutzen der Kleidung des späteren Opfers. Vorsicht ist geboten, wenn einen jemand anrempelt, antanzt oder sich vorbeidrängt. VIENNA.at stellt Ihnen fünf verbreitete Trickdiebstähle vor, deren Opfer Sie nicht werden sollten.

Trickdiebstähle: Achtung bei diesen fünf fiesen Maschen

Der Umarmungstrick

Hier wird entweder ein weiblicher, gerne attraktiver Lockvogel eingesetzt –  oder Männer spielen anderen Männern vor, sich anfreunden zu wollen und laden zu einem gemeinsamen Umtrunk zur “Verbrüderung” ein. Was dann passiert, gleicht sich: Die Trickdiebe versuchen, ihre Opfer vermeintlich herzlich zu umarmen, während sie den derart durch “Liebesbekundungen” abgelenkten entweder selber in die Tasche greifen, oder dies unbemerkt von Komplizen erledigen lassen.

Der Münztrick bzw. Handytrick

Die Langfinger lassen mit Absicht direkt vor dem Opfer einen Wertgegenstand fallen – etwa Münzen oder ein Handy, das dabei zu Bruch geht und in vielen Einzelteilen am Boden landet.  Wenn die Person hilfsbereit reagiert und beim Aufheben hilft, hat sie das Nachsehen – denn die Täter vergreifen sich an den Wertgegenständen des Abgelenkten. Und nachdem das Opfer beim Aufsammeln der Münzen geholfen hat, bemerkt man, dass einem selbst die Geldtasche fehlt.

Der Geldwechsel-Trick

Ein weiterer Trick rund um Geld, der Ihre Hilfsbereitschaft ausnutzt: Jemand bittet Sie auf offener Straße, eine Münze oder einen kleineren Geldschein zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt, woraufhin dieser sich an den Banknoten im offenen Portemonnaie bedient.

Der Katzentrick

Sie sitzen am Steuer Ihres Autos und jemand kommt aufgeregt agierend gelaufen und ruft ihnen händeringend zu, dass Sie eine Katze überfahren haben – obwohl Ihnen nichts dergleichen aufgefallen ist. Da ist Vorsicht geboten – denn der Katzentrick ist ein klassisches Ableknungsmanöver, das Trickdiebe nutzen, um Sie zum Aussteigen zu bewegen und Ihnen in einem unbeobachteten Moment Handtasche und Co. vom Beifahrersitz zu stehlen.

Der Jacke-Jacke-Trickdiebstahl

Auch hierbei werden Trickdiebe aktiv, wenn man außerhalb der eigenen vier Wände beim Feiern in Lokale abgelenkt ist: Beim Jacke-Jacke-Trickdiebstahl handelt es sich um eine Masche, bei der die Täter in einem vollen Lokal die eigene Jacke über eine Stuhllehne mit fremder Überbekleidung hängen, um diese als Sichtschutz zu benützen und unbemerkt in fremde Jackentaschen zu greifen.

Präventionstipps der Wiener Polizei

Die Landespolizeidirektion Wien erinnert immer wieder daran, dass man auch selbst einiges tun kann, um nicht zum leichten Opfer von Trickdieben zu werden – beispielsweise:

  • Abstand zu Unbekannten halten, die sich offensichtlich auffällig annähern
  • Niemals viel Bargeld bei sich tragen
  • Wertsachen auf mehrere Taschen verteilen
  • Geldbörse oder Handy in vorderen Hosen- oder Innentaschen aufbewahren
  • Handtasche und Fotoapparat an der Körpervorderseite tragen
  • Im Gedränge besondere Vorsicht walten lassen
  • Vorsicht bei Handtaschen mit Magnetverschlüssen
  • Vorsicht, wenn sich jemand dicht an Sie drängt

Vorsicht ist in jedem Fall besser als Nachsicht – wenn Sie die Vermutung haben, es mit einem versuchten Trickdiebstahl zu tun zu haben, suchen Sie das Weite und scheuen Sie sich nicht, den Polizei-Notruf unter 133 zu verständigen.

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