Doppelmord: Wiener Polizist am 6. Juli vor Gericht

Bei der Beisetzung der beiden Getöteten.
Bei der Beisetzung der beiden Getöteten. - © APA
Am 6. Juli muss sich jener 24-jährige Polizist wegen Doppelmordes vor Gericht verantworten, der am 2. Oktober 2016 in Wien-Margareten seine schwangere Lebensgefährtin und am darauffolgenden Tag seinen 22 Monate alten Sohn erwürgt haben soll. Noch am selben Tag wird ein Urteil erwartet – für den Angeklagten geht es um zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.

Der junge Polizist dürfte die Tötung seiner Lebensgefährtin Claudia K. seit Wochen geplant gehabt haben. Letztlich erschoss er sie laut Anklage mit seiner Dienstwaffe, nachdem er am Vorabend eigens in seine Dienststelle gefahren war und die Pistole aus dem Waffenschrank geholt hatte. Seinen Angaben im Ermittlungsverfahren zufolge war der Polizeibeamte in der Beziehung “todunglücklich”. Claudia K. sei “krankhaft eifersüchtig” und “kontrollierend” gewesen, hatte der 24-Jährige nach seiner Festnahme erklärt, wobei er seit Ende Juni 2016 eine Affäre zu einer anderen Frau pflegte, die er über eine Dating-Plattform kennengelernt hatte.

Als Motiv für das Erwürgen des kleinen Noah führte der Polizist bisher “Mitleid” ins Treffen. Er habe diesem ersparen wollen, ohne Mutter aufzuwachsen und seinen Vater im Gefängnis zu wissen.

(APA/Red)

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