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Wiener SuperCycle im Test: Die mit dem Fahrrad tanzen

Das Neon-Licht verleiht dem SuperCycle-Studio 1040 ein Disco-Feeling.
Das Neon-Licht verleiht dem SuperCycle-Studio 1040 ein Disco-Feeling. ©Marcel Strobl
Es läuft beim Wiener Spinning-Studio SuperCycle. Im November 2017 haben die Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia Hromatka einen zweiten Standort in 1040 Wien eröffnet. VIENNA.at hat das Studio im Wiedener Botschaften-Viertel getestet.
SuperCycle 1040 Wien

In Amerika und Großbritannien boomen bereits die Spinning-Kurse, bei denen man sich – meist zu Musik – auf Spin- oder Indoor-Rädern in der Gruppe richtig auspowern kann. In Wien erfährt das Konzept ebenfalls Aufwind. Das Studio SuperCycle eröffnete vor kurzem sein zweites Lokal in Wien Wieden.

Keine 50 Meter vom Schwarzenbergplatz entfernt liegt das Studio, das von der Mitgründerin und Architektin Lilli Hromatka klassisch in schwarz-weiß-gold gehalten wurde. Über eine Treppe geht es hinab ins Tiefparterre, hinein in einen Vorraum mit Schließfächern. Die Umkleiden mit Duschen finden sich links daneben, geht man geradeaus kommt man in das eigentliche Herz des Studios, den Trainingsraum.

Das Neon-Licht verleiht dem SuperCycle-Studio 1040 Disco-Feeling.
Das Neon-Licht verleiht dem SuperCycle-Studio 1040 Disco-Feeling. ©Marcel Strobl

Auch Mitgründerin Rhana Loudon hat viel Schweiß und Herzblut in das Studio gesteckt: “Im Vergleich zum Studio in der Lerchenfelder Straße ist es viel größer und auffälliger. Im 7. Bezirk liegt unser Studio ganz versteckt in einem kleinen Innenhof.” Nachdem ich meine Sachen in einem der goldenen Schließfächer verstaut habe – “selbst angeklebt”, lacht Loudon – geht es in den abgedunkelten Trainingsraum. Dort stehen eng an eng 26 Spin-Räder, das spärliche Licht kommt von einzelnen Neon-Lampen, an der Decke hängt eine Disco-Kugel.

Und die Scheibe vom Rad dreht sich rundherum

Zwölf Frauen und zwei Männer – einer davon ich – setzen sich auf ihre Räder, passen ihre Sattel und Lenkstangen an und treiben langsam die Gewichtsscheibe an, die für den Widerstand beim Radeln sorgt. “Rund 80 Prozent unserer Mitglieder sind Frauen,” schätzt Loudon, “die vor allem die Dunkelheit im Übungsraum schätzen. Dort sind sie nicht den Blicken der anderen ausgesetzt. Obwohl die Räder sehr nahe beieinander stehen, hat trotzdem jeder seine Privatsphäre.”

Spinning zu Hip-Hop und RnB

Meine Trainerin Steph kommt selbst aus dem Geburtsland des Spinning, eine New Yorkerin born and raised. Die gelernte Violinistin kam vor zehn Jahren der Musik wegen nach Wien – und hat mittlerweile ihr Hobby zum Beruf gemacht. Im SuperCycle hat sie die klassische Musik aber den Rücken zugedreht und konzentriert sich eher auf  Hip-Hop und RnB, der aus den Lautsprechern fließt. Über ein Mikro gibt sie auch die Anweisungen weiter, welche Übung -perfekt abgestimmt zur Musik – gerade dran kommt.

Böser Hip-Hop mit bösen Beats: Ein kleines Beispiel, welche Musik euch bei Steph erwartet.

“Die Musik ist das wichtigste bei uns”, sagt Co-Gründerin Loudon, die ebenfalls Klassen hält. “Jeder unserer 14 Trainer erhält eine dreimonatige Ausbildung, in der verschiedene Choreographien eingelernt werden. Zudem haben wir auch eine Indoor-Bike-Ausbildung und werden von einem Physiotherapeuten beraten.” Für Loudon ist Spinning mehr als Cardio-Training: “Für mich ist es ein Tanz auf dem Rad, bei dem natürlich auch die Musik passen muss.”

Auch deswegen findet sich bei vielen Trainern ein musikalischer Hintergrund. Während Steph klassische Geige spielt, ist ein anderer etwa ausgebildeter Musical-Sänger. “Am wichtigsten ist es, dass man die Musik beim Training mag”, sagt Loudon.

Alle in den Sattel: Das Training beginnt

Ob es die Bühnenerfahrung ist oder angeborenes Talent: Steph ist eine Entertainerin. Ich spreche hier nicht von Kinder-Animateuren, wie man sie vielleicht vom Adriaurlaub kennt. Eher von einem DJ, der beim Konzert die Massen zum Tanzen antreibt. Vor dem Training nehme ich mir noch vor, mich an meinen zweiten männlichen Trainingskameraden zu halten. Ein schwerer Fehler wie sich nachher herausstellen sollte.

Nicht nur treten: auch Arme, Schultern, Rumpf und Rücken werden trainiert.

Wir starten mit einem kurzen, aber intensiven Aufwärmprogramm. Die Musik ist gerade so laut, dass man sich selbst noch keuchen hört, seinen Nachbarn aber nicht mehr. Insgesamt warten einige “Berge” auf uns, die wir am Rad erklimmen sollen. Die Musik gibt uns den Takt vor, in dem wir treten sollen. Steph gibt uns die Anweisungen über ihr Headset durch, treibt an. Erinnert uns: “Bauch  immer angespannt, Schultern locker!”

Der Schweiß rinnt

Man glaubt kaum, wie viele Übungen und Kombinationen auf so einem Spinning-Rad möglich sind. Meist ist der Hintern in der Luft: einarmig, Po nach hinten, vornüber gelehnt, Liegestütze über dem Lenker, verschiedene Geschwindigkeiten oder freihändig. Bauch anspannen, sonst haut’s euch über’n Lenker. Abruptes Stehenbleiben? Fehlanzeige! Das Gewicht der Drehscheibe reißt die Beine mit, immer weiter im Kreis.

Im Studio sind es gefühlt 40 Grad, der Schweiß tropft, die Spiegel an den Wänden beschlagen. Man spürt richtig, wie jede einzelne Kalorie verbrannt wird. Besonders bei den schnellen Parts schnellt der Puls in die Höhe, mir brennt die Lunge. Dann endlich wieder sitzen und locker treten.

Berg erklommen – Ende Gelände

Der Lieblingssatz der Trainerin lautet: “Erhöht den Widerstand!” Bei den Rädern lässt sich dieser stufenlos über einen Drehknopf regulieren, je härter der “Gang”, desto mehr Kalorien werden verbrannt. Mit Hanteln werden die Arme trainiert und gestrafft, die Übungen sind eine willkommene Abwechslung, wo ich sitzend durchschnaufen kann. Die letzten fünf Minuten wird gedehnt – auf dem Rad, wie kann es anders sein.

Ich will euch nichts vormachen, die Stunde ist nicht vorbeigeflogen. 55 Minuten Power fühlen sich nun Mal an wie 55 Minuten Power. Das Leibchen ist patschnass, ich hätte damit auch Schwimmen sein können. Wer nicht gern schwitzt, für den ist das nichts.Wem der Schweiß nichts ausmacht, der wird mit einem ordentlichen Endorphin-Schub belohnt. Nach dem Training geht man wie auf Wolken. Und auch am nächsten Tag war bei mir von Muskelkater keine Spur.

Nach der SuperCycle-Session: Die Wände schwitzen mit.
Nach der SuperCycle-Session: Die Wände schwitzen mit. ©Marcel Strobl

Eine klare Empfehlung

Werde ich wieder hingehen? Na sicher. Alleine schon, um die anderen Musikrichtungen auszutesten. Es soll ja hauptsächlich um die Musik gehen, wie mir Co-Gründerin Loudon verraten hat. Beim ersten Mal war ich dann doch eher mit mir selbst beschäftigt – zu viele neue Bewegungen mussten erst Mal koordiniert werden. “Das geht beim zweiten Mal schon besser und beim dritten Mal ist man voll drin”, verrät mir Loudon. Davon bin ich überzeugt.

Beim nächsten Mal werde ich mich auch nicht mehr an den zweiten Herren im Raum halten, der sich nach der Stunde als Trainer entpuppt hatte, der zufällig die Stunde mittrainiert hatte. Kein Wunder also, dass ich da nicht mithalten konnte. Und übrigens: Die Profis erkennt man an den Radschuhen mit den Klicks. Die rasten direkt in die Pedale ein.

Wer die Wahl hat: Die Trainingszeiten wechseln bei SuperCyrcle wöchentlich.
Wer die Wahl hat: Die Trainingszeiten wechseln bei SuperCyrcle wöchentlich. ©Marcel Strobl

Die Spinning-Stunde für den Test wurde freundlicherweise von Supercycle kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Schnupperstunde kostet 12 Euro, die normale Stunde 16 Euro. Anmelden kann man sich einfach online, Termin-Umbuchungen müssen 12 Stunden vorher eingehen. Eine Absage ist nicht möglich.

Preise

1 Stunde: 16 Euro, 14 Euro für Studenten, erste Stunde 12 Euro

10er-Block: 144 Euro

1 Stunde mit Babysitting (nur Studio 1070 Wien): 28 Euro

10er-Babypaket: 240 Euro

Anmeldung online unter www.supercycle.at

 

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