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Wien: Unbekannte beschmierten Russen-Denkmal am Schwarzenbergplatz

Das Heldendenkmal der Roten Armee am Wiener Schwarzenbergplatz wurde mit Farbbomben entstellt.
Das Heldendenkmal der Roten Armee am Wiener Schwarzenbergplatz wurde mit Farbbomben entstellt. ©www.austria.mid.ru
Das Russendenkmal auf dem Wiener Schwarzenbergplatz wurde Dienstagnacht zum Ziel eines Farbbeutel-Angriffs. Die russische Botschaft in Wien fordert nun Überwachungskameras, die die Übertäter abschrecken sollen.

“Die Botschaft Russlands hat angesichts dieses himmelschreienden Vandalenakts eine Protestnote an das österreichische Außenministerium übermittelt, in der umgehende Maßnahmen zur Entfernung des Schadens, beim Auffinden und Bestrafen der Täter im Rahmen österreichischer Gesetze sowie beim Vermeiden derartiger Vorfälle in Zukunft gefordert werden”, hieß es in der Erklärung der russischen Botschaft in Wien, die zudem die Installierung von Überwachungskameras fordert.

Begründet wird diese Forderung damit, dass es österreichischen Behörden in der Vergangenheit nicht gelungen sei, die Täter vergangener Attacken ausfindig zu machen.

 

Das Heldendenkmal der Roten Armee am Wiener Schwarzenbergplatz wurde mit Farbbomben entstellt.
Das Heldendenkmal der Roten Armee am Wiener Schwarzenbergplatz wurde mit Farbbomben entstellt. ©www.austria.mid.ru

Bereits mehrere Farbbeutelattacken

Farbbeutelattacken auf das durch den österreichischen Staatsvertrag geschützte Denkmal fanden zuletzt nahezu regelmäßig statt – bekannt sind derartige Vorfälle aus den Jahren 2014, 2016 und 2017. Anfang der 1990er Jahre war das 1945 errichtete Monument aber auch noch politisch umstritten gewesen: Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat der damalige FPÖ-Bezirksrat und nunmehrige Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Mai 1992 die Entfernung des “mit allen ideologischen Symbolen versehenen Triumphmals eines imperialistischen Eroberers” gefordert.

Russen-Denkmal wird geduldet

Eine Mehrheit aus SPÖ, ÖVP und Grünen überstimmte den FPÖ-Politiker damals im Bezirksrat von Wien-Landstraße und auch Strache selbst distanzierte sich später von dieser Forderung.

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