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Wiener Donaukanal: "Johann-Strauss"-Schiff wurde abgeschleppt

Das desolate "Johann-Strauss"-Schiff wurde abgeschleppt.
Das desolate "Johann-Strauss"-Schiff wurde abgeschleppt. ©PID/Christian Fürthner
Das desolate Schiff "Johann Strauss", das bislang im Wiener Donaukanal vor sich hindümpelte, wurde am Freitagvormittag abgeschleppt. "Dieser Schandfleck, der jahrelang ein Ärgernis war, ist nun endgültig Geschichte", so Stadträtin Ulli Sima.
"Johann Strauss" muss entfernt werden
"Johann Strauss" wird abgeschleppt
Nach Abschluss aller rechtlicher Verfahren und intensiver Vorbereitungsarbeiten wurde die desolate Johann-Strauss heute Morgen von einer Spezialfirma vom rechten Ufer des Donaukanals abgeschleppt und ist am Weg in den Wiener Hafen.

“Schandfleck ist nun endgültig Geschichte”

Die Stadt Wien hat alle Verfahren gegen den ehemaligen Besitzer gewonnen: “Dieser Schandfleck, der jahrelang Ärgernis am Donaukanal war, ist nun endgültig Geschichte. Der Weg war ein mühsamer, aber die Gerichte haben uns Recht gegeben und so konnten wir den Erholungsort Donaukanal endlich von diesem Wrack befreien”, so die zuständige Stadträtin Ulli Sima.

Die Abschleppung erfolgt auf Kosten des ehemaligen Besitzers Norbert Weber, Ex-Pächter der Copa Cagrana, der sich mittlerweile Norbert Waldenburg nennt.

Entrümpeltes Schiff soll versteigert werden

Bevor das Schiff abgeschleppt werden konnte, wurde es entrümpelt und baulich gesichert, erklärte Martin Jank, Geschäftsführer der Gewässer Management GmbH. Am Freitagvormittag wurde schließlich zunächst die Anlegebrücke mit einem Kran entfernt und der am Kai befestigte Schorbaum – eine Halterung, die das Schiff zum Ufer auf Distanz hält – abmontiert.

Danach trat der Dampfer – gezogen von einem Schleppschiff – seine rund zwei Stunden lange Fahrt in den Hafen Freudenau an. Dort wird es vorerst sicher verheftet. Im nächsten Jahr soll die “Johann Strauss” versteigert werden.

Ordnungsgemäße Benutzung war unmöglich geworden

Das Magistratische Bezirksamt für den 10. Bezirk hat aufgrund mehrerer Gutachten nautischer Sachverständiger vor wenigen Wochen einen Bescheid erlassen, dass der Ex-Besitzer die schwimmende Anlage von ihrem derzeitigen Liegeplatz zu entfernen hat. Waldenburg ist dieser Aufforderung nicht nachgekommen, die Stadt Wien hat das Wrack daher auf Kosten Waldenburgs entfernt.

Dieser hat jahrelang keine notwendige Sanierungen und Wartungen durchgeführt, daher ist das Schiff derart desolat, dass eine ordnungsgemäße Benutzung unmöglich war und darüber hinaus Gefahr für Mensch, Umwelt und Eigentum anderer darstellte. Das im Wiener Hafen verheftete Schiff soll im nächsten Jahr versteigert werden.

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