Vier Pfoten brachten Ponykarussell-Pferden im Wiener Prater eine “Weide”

Das VIER PFOTEN Team zum Start der Aktion in der Prater Hauptallee
Das VIER PFOTEN Team zum Start der Aktion in der Prater Hauptallee - © VIER PFOTEN
“Wenn die Ponys nicht auf die Weide dürfen, dann bringen wir eben die Weide zu den Ponys” – unter diesem Motto stand die gestrige Vier Pfoten Aktion im Wiener Prater. Dabei ging es natürlich um einen symbolischen Akt.

Die Tierschützer hatten ein paar Quadratmeter Rollrasen mitgebracht, den sie bei der Reitbahn im Prater ablegten. “Wir wollten noch einmal auf die inakzeptable Situation der ehemaligen Ponykarussell-Pferde hinweisen”, so Vier Pfoten Kampagnenleiterin Martina Pluda.

Aktion der Tierschützer im Prater

Für sechs von ihnen geht der Stress nämlich seit Beginn der neuen Saison in der benachbarten Prater-Reitbahn weiter. Vier Pfoten fordert eine “Hacklerregelung” bzw. die Pension in einer artgemäßen Umgebung für sie. Neben Informationsmaterial verteilten die Mitarbeiter auch Helium-Luftballons und Süßigkeiten an Passanten.

“Es ist einfach nicht fair: Anka, Mani, Dolly, Maxi, Felix und Patricia mussten im Ponykarussell jahrelang bei lauter Musik oft stundenlang im Kreis laufen. Und jetzt schuften sie auf der Reitbahn weiter”, so Pluda. “Dass Pferde nur um des Profits willen so ausgebeutet werden, ist für Vier Pfoten unerträglich.” Dabei stehen die Tierschützer nicht alleine da: Vor allem auf Social Media Kanälen wollen Tausende Unterstützer die Tiere auf der Weide sehen.

Vier Pfoten-Aktion für die Prater-Ponys

Bei den Gesprächen zwischen Vier Pfoten und den Betreibern des Karussells im Frühjahr 2016 war ursprünglich von acht bis zehn Tieren die Rede gewesen, für die die Tierschutzorganisation ein neues, artgemäßes Zuhause finden sollte. Auch die Prater GmbH sprach damals in einer Aussendung von einem “wohlverdienten Ruhestand” für die Pferde. Nachdem die Betreiber im Herbst 2016 die Zusammenarbeit mit Vier Pfoten beendet hatten, gaben sie Pläne bekannt, dass ein Großteil der Pferde auf der betriebseigenen Reitbahn im Prater weiterarbeiten soll. “Ein glatter Wortbruch”, fasst es Martina Pluda zusammen.

 

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