Teurer als gedacht: Sanierung der Wiener Secession wird 3,4 Mio. Euro kosten

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Die Sanierung der Wiener Secession wird teurer als geplant.
Die Sanierung der Wiener Secession wird teurer als geplant. - © APA
Bei der Sanierung der Wiener Secession werden laut Künstlervereinigung Mehrkosten in der Höhe von 650.000 Euro anfallen. Als Gründe für die deutliche Teuerung nennt man unter anderem den Schadensgrad der Kuppel und der Fassade.

Die Sanierung der Wiener Secession inklusive goldenem Blätterdach wird teurer als geplant. Sie wird sich auf 3,4 Mio. Euro netto belaufen – was Mehrkosten in der Höhe von 650.000 Euro gleichkommt, bestätigte die Künstlervereinigung am Mittwoch einen Bericht des ORF Wien. Deshalb hofft man auf mehr Geld von Bund und Stadt, um die Erhöhung stemmen zu können.

Wiener Secession: Sanierung wird teurer als geplant

Grundsätzlich war mit der öffentlichen Hand vereinbart, dass Bund und Stadt je eine Million Euro zur Renovierung der rund 2.500 Blätter und mehr als 300 Beeren des auch “Krauthappel” genannten Wahrzeichens sowie der Fassade, des Dachs und anderer technischer Einrichtungen beitragen. Den Restbetrag sollte die Secession selbst beisteuern, weshalb man auch eine Spendenaktion ins Leben gerufen hat. Rund eine Million Euro habe man inzwischen zusammengesammelt, hieß es.

Wegen des Kostenanstiegs hofft Präsident Herwig Kempinger nun auf eine Erhöhung der Subvention. “Wir haben uns ursprünglich mit Stadt und Bund darauf geeinigt, dass jeder ein Drittel der Kosten übernimmt, natürlich auch wir. Wir würden uns freuen, wenn das jetzt auch beim Rest so ist”, ließ er in einer Aussendung wissen. Konkret stellt man sich vor, dass von den 650.000 Euro Mehrkosten je 200.000 Euro vom Rathaus und dem Bund kommen, die übrigen 250.000 Euro wolle man selbst übernehmen, sagte eine Sprecherin auf APA-Nachfrage.

Beschädigte Kuppel und Fassade als Teuerungsgründe

Als Gründe für die Teuerung nennt man neben gestiegenen Kosten im Baugewerbe auch den Schadensgrad der Kuppel und der Fassade. Dieser habe sich im Zuge der Baumaßnahmen als “erheblich höher” herausgestellt als ursprünglich bekannt.

Am Zeitplan soll sich trotz der Mehrkosten jedenfalls nichts ändern, zeigte man sich in der Secession zuversichtlich. Bis Ende Mai soll die goldene Kuppel fertig sein, danach folgen die Sanierung des Glasdachs und die Fertigstellung der Fassade. Außerdem werden Fußböden, Klimaanlage und Heizung modernisiert und ein barrierefreier Zugang zum Beethovenfries errichtet. Das Projekt soll bis zum Sommer bzw. bis zu Österreichs Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft per 1. Juli abgeschlossen sein.

Bund und Stadt lassen Mehrkostenbeteiligung offen

Stadt Wien und Bund lassen vorerst offen, ob sie sich an den Mehrkosten von 650.000 Euro für die Sanierung der Wiener Secession beteiligen. Sowohl aus dem Büro des Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) als auch aus dem Bundeskanzleramt hieß es am Mittwochnachmittag, man werde die Sache prüfen und dann entscheiden.

Secession-Chef Herwig Kempinger hatte appelliert, die zusätzlichen Kosten – wie schon die Grundfinanzierung der Generalüberholung des Wahrzeichens – zu dritteln. Je 200.000 Euro sollten Stadt und Bund übernehmen, die übrigen 250.000 Euro wolle man selbst stemmen, so sein Vorschlag. Euphorie herrscht bei den Partnern darüber allerdings nicht. “Die Stadt weiß vom Mehrbedarf der Secession für die Generalinstandsetzung. Sie wird das Ansuchen der Secession genau prüfen und dann mit dem Bund die weitere Vorgangsweise akkordieren”, ließ das Büro Mailath-Pokorny auf APA-Anfrage schriftlich ausrichten.

Ähnlich der Tenor im Bundeskanzleramt. “Von unserer Seite besteht natürlich die Bereitschaft, die Secession bei der Erhaltung und Adaptierung dieses bedeutenden Gebäudes zu unterstützen. Kostenanstiege müssen jedoch neu geprüft und bewertet werden”, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. Und es liege in der Verantwortung der Secession, die Sanierung zu managen und die Kosten- und Zeitplanungen einzuhalten, stellte man dort klar.

(APA/Red)

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