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Junge Wirtschaft Wien verbildlicht den "Wiener Mauerfall"

Der symbolische Wiener Mauerfall soll auch zukünftig etwas ändern.
Der symbolische Wiener Mauerfall soll auch zukünftig etwas ändern. ©Junge Wirtschaft Wien/APA-Fotoservice/Tanzer
Die „Wiener Mauer“ ist gefallen: Die Junge Wirtschaft Wien verbildlicht mit Fall 1.000 symbolischer Mauerblöcke Hürden, mit denen Unternehmer zu kämpfen haben und zeigt besorgniserregende Situation des Standortes auf.
Junge Wirtschaft Wien verbildlicht den "Wiener Mauerfall"

Die fünfthöchsten Lohn- und Lohnnebenkosten, lähmende Bürokratie, Abwanderung, Fachkräftemangel und mehr. Trotz Verbesserungen schneidet der Standort Wien bzw. Österreich im internationalen Vergleich eher bescheiden ab. „Die Rahmenbedingungen haben sich zwar leicht gebessert und auch die Wirtschaftslage ist aktuell positiv – doch die Zahlen und Fakten zeigen noch großen Handlungsbedarf auf. Wir müssen jetzt agieren, sonst kommen wir bald unter die Räder“, so Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien. Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, lud die Junge Wirtschaft Wien zum „Wiener Mauerfall“ und ließ 1.000 symbolische Mauerblöcke in einer Kettenreaktion zum Einsturz bringen.

„Der Jungen Wirtschaft Wien gelingt es immer wieder plakativ auf Verbesserungsbedarf für Unternehmen und Standort hinzuweisen. Auch die heutige Aktion veranschaulicht, um was es uns als Interessenvertretung der Wiener Wirtschaft geht: Hürden für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer zu Fall bringen, wie auch Anstoß für Neues geben“, so Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Ob es sich um den notwendigen Infrastruktur-Ausbau – Stichwort Lobautunnel – um die Reduzierung von Mehrfachstrafen oder auch um die Öffnung der Börse für Klein- und Mittelbetriebe handle – die Wirtschaftskammer Wien stoße laufend vor allen anderen die richtigen Themen an. „Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Aufschwungphase, darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Unser Ziel ist, Wien als attraktiven, wettbewerbsfähigen und innovativen Wirtschaftsstandort zu positionieren. Dafür müssen wir rechtzeitig die Weichen stellen. Umso wichtiger ist es, dass wir mit der Jungen Wirtschaft Wien tatkräftige Unterstützer haben“, sagt Ruck.

Trotz Verbesserungen noch großer Handlungsbedarf

Den Wirtschaftsstandort ins Spitzenfeld führen. Mit diesem Appell brachte die Junge Wirtschaft Wien dann auch die 1.000 symbolischen Mauerblöcke in einer Kettenreaktion zum Einsturz. Diese Steine dienten als bildliche Darstellung der Hürden und Mauern, die UnternehmerInnen täglich überwinden müssen. Und von diesen gibt es sehr viele, wie aktuelle Studien sowie eine Umfrage unter den JungunternehmerInnen nun offenbaren.

Zwar haben sich die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln etwas gebessert und auch die Wirtschaft wächst zurzeit. Doch ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt großen Handlungsbedarf auf. „Die Lage hat sich spürbar verbessert, das wollen wir nicht kleinreden. Aber es braucht nun weitere, starke Impulse für die heimische Wirtschaft, sonst droht die aktuell positive Lage bald wieder zu kippen“, ist Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, besorgt.

5,96 Milliarden an Lohnnebenkosten pro Jahr – allein in Wien

Tarbauer verdeutlichte die Lage mit zahlreichen Zahlen und Fakten aus verschiedenen Studien zum Wirtschaftsstandort. Dabei werden vor allem die hohen Steuern und Abgaben sowie die lähmende Bürokratie als die größten Hürden ausgewiesen. So ist Österreich bei der Höhe der Lohn- und Lohnnebenkosten nach wie vor unter den Top 5 innerhalb Europas. Auch in einer aktuellen Umfrage unter den Wiener JungunternehmerInnen geben mehr als die Hälfte, 54,9 %, diese Kosten als die größte Belastung an. „Allein in Wien zahlen die Betriebe für die 601.000 Arbeitsplätze, die sie schaffen, jährlich rund 5,96 Milliarden Euro an Lohnnebenkosten“, so Tarbauer.

Dennoch planen 45 % der JungunternehmerInnen, in den nächsten Jahren neue Mitarbeitende aufzunehmen. „Arbeiten und Arbeit zu schaffen darf nicht länger bestraft, sondern soll gefördert werden. Daher brauchen wir jetzt eine Reform, nicht später.“ Die Junge Wirtschaft Wien schlägt hier ein lohnnebenkostenfreies Quartal für die ersten drei MitarbeiterInnen vor. So könne vor allem kleinen und jungen Unternehmen geholfen werden. Als Mittel gegen die Bürokratie fordert die Interessenvertretung der JungunternehmerInnen einen eigenen Stadtrat für Reformen. „Dieser soll alle Referate und Abteilungen dabei begleiten, effizienter zu werden sowie auch die zahlreichen Verordnungen auf Landesebene auf ihre Sinnhaftigkeit überprüfen“, erklärt der Vorsitzende.

Neue Herausforderungen kommen hinzu

Neben den altbekannten Belastungen kommen auch neue Herausforderungen auf die JungunternehmerInnen zu. Laut einer Studie haben bereits 79 % der österreichischen Unternehmen Schwierigkeiten, fachlich qualifiziertes Personal zu finden. Auch unter den Wiener JungunternehmerInnen beklagen bereits 25 % den zunehmenden Fachkräftemangel. Eine weitere besorgniserregende Erkenntnis: Im Bereich des Glasfaserausbaus ist Österreich Letzter in der EU, noch hinter Serbien.

Eine flächendeckende Breitband-Versorgung wird jedoch mehr und mehr zu einer entscheidenden Infrastruktur und ist auch Voraussetzung für Technologien wie das neue Mobilfunknetz 5G. „Hier müssen den vielen Lippenbekenntnissen nun endlich Taten folgen beziehungsweise müssen die Anstrengungen intensiviert werden“, so Tarbauers Forderung. Erste negative Auswirkungen der vielen Hürden gibt es schon jetzt: 17 % der Industrie- und Produktionsbetriebe haben bereits Teile von Wien abgezogen und auch 25 % der befragten JungunternehmerInnen sind sich nicht sicher, ob sie in Zukunft ihren Standort in Wien beibehalten werden.

Heimischer Wirtschaftsstandort nur im Mittelfeld

Trotz der positiven Wirtschaftslage und den verbesserten Rahmenbedingungen befindet sich der heimische Wirtschaftsstandort aufgrund all dieser bestehenden Mauern nur im Mittelfeld. Punkten kann die Bundeshauptstadt laut den Jungunternehmern vor allem durch das grundsätzlich positive internationale Image sowie die günstige Lage. Auch die gut vernetzte Unternehmerszene wird positiv hervorgehoben. Jedoch reichen diese Punkte nicht aus, um die anderen Belastungen zu kompensieren. „Daher müssen wir jetzt handeln! Es kamen bereits einige positive Signale seitens der politischen Entscheidungsträger. Nun müssen aber noch stärkere Impulse folgen“, so Tarbauer. Dann, so der Vorsitzende, kann Wien und Österreich ins Spitzenfeld aufrücken.

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