10 Cloverfield Lane – Trailer und Kritik zum Film

10 Cloverfield Lane – Trailer und Kritik zum Film
Gruseln im klaustrophobischen Bunkerszenario statt billige Schockmomente: Regisseur Dan Trachtenbergs erster Langspielfilm “10 Cloverfield Lane” sorgt mit minimalistischen Mitteln für Hochspannung – keine Selbstverständlichkeit im US-Horrorgenre der vergangenen Jahre.

Das von “Star Wars”-Regisseur J.J. Abrams produzierte Werk ist ab Donnerstag in den österreichischen Kinos zu sehen.

10 Cloverfield Lane – Die Geschichte

Michelle (Mary Elizabeth Winstead) wacht nach einem Autounfall angekettet in einem Bunker auf. Die Tür öffnet sich und ein wuchtiger Mann tritt ein. “Ich habe dein Leben gerettet, in dem ich dich hierher brachte”, verkündet Howard (John Goodman) der verschreckten Michelle. Irgendetwas ist draußen passiert. Ein nuklearer Angriff, eine hinterhältige Attacke oder vielleicht die Landung der Marsmenschen, mutmaßt Howard. Auf jeden Fall dürfen sie und Mitbewohner Emmett (John Gallagher Jr.) unter keinen Umständen den unterirdischen Bunker verlassen. So der Einstieg in das filmische Kammerspiel.

“10 Cloverfield Lane” stellt unter Beweis, dass in einem vermeintlich sicheren Bunker furchtbare Dinge geschehen können – was gerade in Österreich nicht überraschen dürfte. Besonders geglückt ist dabei der Spannungsaufbau. Trachtenberg gelingt es, wie in alten Horrorklassikern jede neue Szene auf die vorherige auf- und viele unerwartete Wendungen einzubauen. Bis zum Ende bleibt unklar, was die Protagonisten im Falle einer erfolgreichen Flucht im Freien erwartet.

10 Cloverfield Lane – Die Kritik

Ein Coup ist dabei die Besetzung von Goodman als einer der Hauptdarsteller. Der in Hollywood oft nur in Nebenrollen zu sehende Schauspieler verkörpert den zwischen brutalem Patriarchen sowie liebevollem Retter schwankenden Howard teuflisch gut und liefert damit eine der besten Performances seiner Karriere. Seine Unberechenbarkeit ist eine der wohldosierten Zutaten zum gelungenen Mix aus unvorhersehbaren Ereignissen und packenden Dialogen.

Auch ein feministischer Ansatz verbirgt sich hinter “10 Cloverfield Lane”. Die von Winstead überzeugend gespielte Michelle reagiert nach anfänglichem Schock anders als die Klischeeprotagonistin im Horrorfilm. Sie ist ein Opfer, das nicht in Panik verfällt, sondern intelligent versucht, Probleme zu lösen. Am Ende enttäuscht nur das aufgesetzte Ende ein wenig. Trotzdem sorgt “10 Cloverfield Lane”, der über weite Strecken nur wenig mehr als den Titel mit seinem Vorgänger, dem Katastrophenfilm “Cloverfield” (2008), gemein hat, für gruselige Unterhaltung auf höchstem Niveau.

(APA)

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