10.000 Kubikmeter Herbstlaub als Kompost und Überwinterungsquartier

10.000 Kubikmeter Herbstlaub als Kompost und Überwinterungsquartier
Die 100.000 Alleebäume und über 500.000 Bäume in den Parkanlagen in Wien produzieren alljährlich rund 10.000 Kubikmeter Laub. Doch wie entsorgt man es?

Würde man diese Menge Laub zur Gänze in herkömmlichen Scheibtruhen transportieren, so würde man dafür rund 67.000 Scheibtruhen füllen müssen. Ein Teil des Laubes wird von den Wiener Stadtgärtnern gemeinsam mit MitarbeiterInnen der MA 48 eingekehrt und im Kompostwerk Lobau kompostiert.

 Laubfall seit September

Mitte September beginnen die ersten Bäume ihr Laub abzuwerfen. Die Ahornbäume sind die Ersten, deren Blätter sich von Grün über Rot, Gelb bis Braun verfärben. Die Plantanen beschließen das Naturschauspiel im Dezember um die Weihnachtszeit. Zu den ersten Frosttagen, meist im Oktober und November, sind an einzelnen Tagen bis zu 1.000 MitarbeiterInnen der Wiener Stadtgärten mit dem Einkehren von Laub beschäftigt.

Sicherheit für ParkbenutzerInnen

In den rund 860 Parkanlagen in Wien müssen Parkwege und Plätze aus Sicherheitsgründen von rutschigem Herbstlaub befreit werden. Dieses eingesammelte Herbstlaub wird ebenfalls kompostiert und somit wieder in den Kreislauf der Natur integriert.

Neues Grün aus altem Laub

Das restliche Laub wird, dort wo es möglich ist, vor Ort in den Parkanlagen belassen und in Sträucherflächen zur Bodenverbesserung eingearbeitet. Vor allem in größeren, überwiegend Natur belassenen Landschaftsparks, z. B. im Prater, Kurpark-Oberlaa, Donaupark oder Pötzleinsdorfer Schlosspark, kann dies großflächig erfolgen. Das kommt den dort lebenden Kleintieren und Insekten bei ihrer Winterruhe zugute. Unter Sträuchern, Hecken und an entlegenen Stellen werden von den Wiener StadtgärtnerInnen zusätzlich Laubhaufen errichtet. Diese wiederum dienen Igeln und anderen Nützlingen als Quartiere für den Winterschlaf. Das kompostierte Laub der Wiener Stadtbäume bildet eine nährstoffreiche Grundlage für die folgende Bepflanzung und ist fester Bestandteil im Kreislauf der Natur.

Quelle: RK

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