1.500-Euro-Mindestlohn: Diverse Lohn- Erhöhungen für Kollektivverträge in Wien

Der 1.500-Euro-Mindestlohn für alle rückt ein bisschen näher
Der 1.500-Euro-Mindestlohn für alle rückt ein bisschen näher - © APA / dpa (Sujet)
Mehr Geld für viele Angestellte – unter anderem in Wien: Ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.500 Euro brutto im Monat für alle Beschäftigten rückt nach der jüngsten Frühjahrslohnrunde wieder ein bisschen näher.

Die Sozialpartner haben sich in 19 Kollektivverträgen für 30.000 Beschäftigte auf einen solchen geeinigt, gab die Gewerkschaft GPA-djp am Donnerstag bekannt.

Mehr Geld erhalten diese Angestellten in Wien

Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter haben von der Regierung den Auftrag bekommen, sich in den Fragen Mindestlohn und Arbeitszeitflexibilisierung bis Ende Juni zu einigen.

Unter den Kollektivverträgen, die nun auch zumindest 1.500 Euro Gehalt monatlich bekommen, fallen künftig auch Angestellte der Holz- und Sägeindustrie, Angestellte bei Wiener Ärzten und des Österreichischen Roten Kreuz (Wien, Stmk., NÖ, Bgld.), Rettungs- und Sanitätsberufe, Physikalische Institute Wien und die Diakonie. Noch im Juni gebe es Verhandlungen mit der Rechtsanwaltskammer Wien und der Notariatskammer Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Kollektivverträge: Auch hier sollen Löhne erhöht werden

In 16 weiteren Kollektivverträgen sei ein Fahrplan zur Erreichung von 1.500 Euro bis spätestens Ende 2018 vereinbart worden, darunter in der Textilindustrie, Gastronomie sowie bei privaten Kur- und Rehabetrieben.

Beschäftigte der Papier- und Pappeindustrie, beim Wiener Hafen, bei Speditionen, beim Roten Kreuz Vorarlberg sowie bei Rettungs- und Sanitätsberufen Vorarlberg, bei den Casinos Austria und den Lotterien bekommen nun einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto im Monat.

Bald keine Mindestlöhne mehr unter 1.500 Euro

“Wir sind sehr optimistisch, dass es in absehbarer Zeit keine Mindestlöhne- und -gehälter unter 1.500 Euro geben wird, ohne unser GPA-djp-Ziel von 1.700 Euro aus den Augen zu verlieren”, so stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Dürtscher am Donnerstag in einer Aussendung. Einen Abtausch von Mindestgehältern und 12-Stunden-Tag schloss er aus. Diese beiden Themen seien völlig getrennt voneinander zu betrachten. Entsprechenden Wünschen der Wirtschaftsklammer erteilte er damit eine klare Absage.

(apa/red)

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